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Japangärten

Japanische Gärten gibt es schon seit mehreren tausend Jahren. Erste Flächengestaltungen dieser Art sind auf das 6. Jahrhundert zurück zu datieren. Sie beruhen auf der japanischen Geschichte und Philosophie. In ihnen findet man Ruhe und Kraft. Ursprünglich hatten nur Herrschaftliche und Kaiserliche Familien oder buddhistische Tempel japanische Gartenanlagen. Daraus entwickelten sich unterschiedliche Stile in der Ausführung.

 

Wenn wir von japanischen Gärten sprechen denkt man immer die klassischen Gärten welche wir von Bildbänden und Katalogen her kennen.

Aber wenn wir über die japanische Gartenkultur sprechen, sprechen wir dann von der Vergangenheit oder vom Jetzt?

Gärten, egal ob in Europa Übersee oder in Japan, sind genauso einen Wandel unterzogen wie so vieles im Leben.



Japanische Gärten

 

Im Lauf der Zeit haben sich gewisse Formelemente herausgebildet. Die Art, wie diese gestaltet und  kombiniert sind, bestimmt die Gesamtwirkung der Anlage. Ein Gartenkunstwerk wird erst verständlich, wenn man seine Grundformen erkennt.



Fläche

tritt in zwei Formen auf: als ebener Boden, meist mit Sand, Kies, Moos oder Rasen bedeckt, und als Teichfläche. Die Illusion der Ruhe wird vermittelt.

Die mehr oder weniger auffällig geharkte Sand- oder Kiesfläche kann als Rand- und Übergangszone gesehen werden - etwa zu einem Teich - oder als Unterlage dienen, auf der andere Formkomponenten arrangiert werden - Steinsetzungen, beschnittene Büsche, Moosinseln.

Eine Teichfläche strahlt in besonderem Maße Ruhe aus und hat meist die Aufgabe, dem Garten eine gewisse Weite zu verleihen. Weil die Uferlinien und -zonen vielfältig gestaltet sind - durch von Wasser überspülte Steine, Buchten, Landzungen, Halbinseln - bleibt die wahre Größe des Teiches oftmals verborgen.



Plastische Elemente

stellen üblicherweise die Hauptkomponenten der japanischen  Gartenkunst dar. Ausgangsform ist der künstliche Hügel. Entweder werden darauf andere Elemente aufgebaut, oder er bleibt als Hauptelement.

Eine bedeutende Rolle spielen - formal und ästhetisch gesehen - die Steine.

Ihre Umrisse, ihre Farbe und das Volumen sind von Bedeutung. Sie sind Zeichen eines Naturelements und wirken mitunter als abstrakte Felsenkunst.

Ein wichtiger Platz für Steinsetzungen ist das Teich- oder Inselufer, weil sie dort zur ruhigen Teichfläche einen Kontrast bilden.

Besondere ästhetische Bedeutung kommt der Art des Arrangements von Steingruppen zu.

Ein weiteres stark ausgeprägt plastisches Element sind die geschnittenen Büsche, entweder in Hintergrundfunktion oder als Bedeckung von Flächen in abstrahierender Form von Bergen, Treppen, Inseln - als Skulpturen aus lebendem Material.

Verwendet werden kleinblättrige, eng aneinander gepflanzte Gewächse, die durch mehrmaligen Schnitt im Jahr eine dichte zusammenhängende Form bilden.



Bewegte Elemente

Das bewegte Element wird durch den Wasserlauf dargestellt, der teilweise verborgen und kurvenreich den Garten durchfließt und meistens einem Teich das Wasser zuführt.

Den Anfang eines Wasserlaufes, eines Baches, bildet oftmals der Wasserfall. Dieser kann als dünnes Rinnsal oder auch breit aufgefächert auf entgegengestellte Steine treffen und auch akustisch wahrgenommen werden.



Grafische Elemente

Vom Bildcharakter her ist der japanische Garten als Fläche aufzufassen, daher ist beim Betrachten auch die Linienführung von großer Bedeutung.

Steine, wie auch Bäume, haben wegen ihrer Umrisse eine lineare Aufgabe zu erfüllen. Zusätzlich behandelt man beispielsweise Kiefern durch gezieltes Beschneiden und das Auszupfen der Nadeln so, dass sie filigran erscheinen und dadurch grafisch wirken.

Ein weiteres grafisches Element sind die Rillen der Sandmuster, welche je nach Lichteinfall äußerst wirkungsvoll sind.

Ein in jedem Garten vorkommendes grafisches Element sind die Wege und deren Gestaltung. Behauene Steine und Natursteinplatten können durch kunstvolle Auswahl und genau geplante  Anordnung zu eindrucksvollen Flächenornamenten verschmelzen.



Akzente

besonderer Art setzen die sogenannten Schrittsteine, die auf sensible Art

den Betrachter oder Besucher zwingen, eine bestimmte Blickrichtung auf Garten-Details einzunehmen.

Brücken, betretbar oder unbetretbar, aus Holz oder Stein haben im japanischen Garten in erster Linie eine ästhetische Funktion und sollen die Szenerie malerisch ergänzen.

Weitere Akzente als Schmuckelement setzen Steinpagoden und Steinlaternen,  manchmal mit Steinsetzungen kombiniert oder teilweise hinter Pflanzen versteckt.

Häufig werden Steinlaternen neben niedrigen Wasserbecken in verschiedensten Formen, welche wie Steinskulpturen wirken, aufgestellt. Am Rande des Beckens befindet sich fast immer eine schlichte Schöpfkelle aus Bambus.

Obwohl sie meist praktische Funktionen erfüllen, wirken auch verschiedene Gartenbauten, Pavillons, überdachte Brücken als ästhetische Akzente.

Aus Fenstern solcher Bauten oder von ihren Veranden aus bieten sich malerisch komponierte in „Rahmen“ gefasste Ausblicke.



Hintergrund

Vor allem bei kleineren Gärten spielt der einfassende „Bildrahmen“ eine wesentliche Rolle. Eine weiße oder in hellen gedeckten Farben gehaltene Mauer, wie auch eine Hecke oder ein Zaun - meist  aus Bambus -, kann diese Funktion erfüllen.

In manchen Gärten ist auch die sogenannte „geborgte Landschaft“ in die Gestaltung einbezogen. Man versteht darunter die optische Öffnung des Gartens an bestimmten Stellen, um Durchblicke auf weit hinter dem Garten liegende Landschaftselemente, wie etwa Berg-Silhouetten, Baumbestände oder Flusslandschaften  zu ermöglichen.

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Harmonie im Garten, Johannes Klösch

Schloßau 46
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